Aktivitäten Partnerschaften

Partnergemeinden

Unsere Kirchengemeinde ist seit vielen Jahren durch Gemeindepartnerschaften mit folgenden Kirchengemeinden verbunden: 

Ev.-Luth. Gemeinden im Kaliningrader Gebiet (Russland) > 
Gawrilowo, Gwadeisk, Jasnaja Poljana, Schteglyi
 Folgende Gemeinden wurden seit Mai 2021 neu in die Partnerschaftsarbeit einbezogen: 
Babuschkino, Dubrava, Nevskoje, Prawdinsk, Salessje, Talpaki
 
St. Reinoldi Dortmund >

Nieuwendammerkerk Amsterdam >

Stiftskirchengemeinde Bielefeld-Schildesche >

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Osteuropahilfe

Wie Sie die Hilfsaktion unterstützen können, erfahren in der Spendenbitte>>

30 Jahre Osteuropahilfe - eine Chronologie>>

30 Jahre Osteuropahilfe - Rückblick und Ausblick>>

25 Jahre Ukrainehilfe - Ein Bericht von der Begegnung 2019

 Corona und die Osteuropahilfe

Die Geschwister unserer Partnergemeinden in der Kaliningrader Region und in der Ukraine brauchen Hilfe, jetzt erst Recht. Die Infektionszahlen sind dort wesentlich höher als bei uns, die ärztliche Versorgung ist nicht zu vergleichen mit unserem organisierten Gesundheitssystem und die wirtschaftlichen Auswirkungen sind gravierender als bei uns.

Die Reisewarnungen bestehen fort, so dass wir noch keinen Termin für eine neue Hilfsaktion in diese Länder planen können. Auch das „Salzburger Jubiläum“ in Gusev/Gumbinnen für den 31. Oktober musste leider von den dortigen Verantwortlichen auf 2021 verschoben werden.

Durch Ihre Spenden, liebe Gemeinde, ist viel Hilfe geleistet worden. Die Toiletten­sanierung im Kinderheim, die Renovierung der Zimmer im Obdachlosenheim und die Unterstützung sozialer Projekte in der Kaliningrader Region, vor allem der Arbeit mit Kindern, um nur einiges zu nennen, konnte mit Ihrer Hilfe fortgeführt und zum Teil abgeschlossen werden. Herzlichen Dank.

Das Spital der Griechisch-Katholischen Gemeinde in Lviv/Lemberg sucht dringend ein Ultraschallgerät für den ambulanten Dienst in der Region. Auch ein gebrauchtes Gerät kostet bei uns noch 2000 – 4000 €. Bitte helfen Sie mit, dass wir bald ein solches Gerät dem Spital übergeben können.

Bei allem Corona-Pessimismus gibt es auch Erfreuliches. Unsere liebe Lore Jaschob, Mitbegründerin der Osteuropahilfe, ist am 4. August 80 Jahre alt geworden. Dazu unsere herzlichsten Grüße und Wünsche! Lore Jaschob war von Anfang an tatkräftig mit dabei, in Rumänien, in der Ukraine. Vor allem aber in ihrer alten Heimat, im Kaliningrader Gebiet. Hier war sie die Pionierin. Unzählige Nähmaschinen hat sie dorthin gebracht, sie hat Nähkurse gegeben, Hilfe zur Selbsthilfe geleistet, und sie hat Menschen zusammengebracht. Ein unschätzbarer Dienst! Nicht vergessen ist auch ihre Unterstützung sozialer Projekte, wie das Carl-Blum-Haus. Ohne Lore Jaschob gäbe es die Osteuropahilfe im Kaliningrader Raum nicht. Herzlichen Dank und alles Gute für das nächste Lebensjahrzehnt!

Detlev Strauß

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Lore Jaschob inmitten der Gemeinde von Schteglyi  (Kaliningrader Gebiet)

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Lore Jaschob auf dem Markt in Lviv/Lemberg

25 Jahre Ukrainehilfe
25 Jahre Partnerschaft

Mit Dankesgrüßen und innerlich reich beschenkt sind wir wohlbehalten aus der Ukraine zurückgekehrt. Mit Ihren Spenden, liebe Gemeinde, konnten wir wieder unsere Partner in Lviv und  in Schurawno tatkräftig materiell und finanziell unterstützen. Hilfe ist nach wie vor notwendig. Vor allem die Einrichtungen und Projekte, die wir seit Jahren besuchen, sind auf Spenden dringend angewiesen.

IMG 6617 600 Besuch im Obdachlosenheim in Lviv

Die Obdachlosenstation in Lviv konnte mit unserer Hilfe die Flure neu fliesen, Fußböden in den Zimmern mit Fliesen sanieren. Alles notwenige hygienische Maßnahmen. Neu war für uns, dass diese Station kranke Menschen auch tagsüber behält und medizinisch versorgt.  Ansonsten mussten die Obdachlosen, wie hier in Deutschland, um 8 Uhr morgens die Einrichtung verlassen.

IMG 6615 600 Besuch im Obdachlosenheim in Lviv

Das Spital hat mit unseren Spenden Küchengeräte gekauft und eine Behinderten-Toilette komplett saniert. Das Krankenhaus steht unter der Leitung der Griechisch-Katholischen Kirche. Jedes Jahr können wir die Fortschritte sehen und wir spüren den „Geist“ in diesem Spital. Leitung und Mit-arbeiter arbeiten eng zusammen. Hier helfen wir  auch gern.

IMG 6603 600 Besuch im Spital "Scheptyckij"

Im Kinderheim begrüßten  uns 90 Kinder mit einem Kulturprogramm zum Muttertag. Dieser Tag wird in der Ukraine sehr festlich begangen. Sehr berührend der Moment, als die Kinder ihrer verstorbenen Mütter gedachten.

IMG 6730 600 Die Kinder im Kinderheim gedenken am Muttertag ihrer verstorbenen Mütter

Mit unseren Spenden wurden die Toiletten im Schulhaus im Erdgeschoss für Jungen und Mädchen komplett saniert. In den Schulferien sollen die Toiletten im Obergeschoss dran kommen. Auch die Sanierung der Sanitärräume im Internat wird schrittweise durch unsere finanziellen Hilfen weitergeführt.

IMG 6798 600 Neue Toiletten für das Kinderheim, von unserer Gemeinde gespendet

Die Sanierung der Toiletten hat die Gemeinde St. Anna, unter der Leitung von Roman Schafran materiell und personell unterstützt. Zeitweise war extra ein Mitarbeiter aus Lviv vor Ort, um die Bauarbeiten zu begleiten.

IMG 6812 600 So sahen die alten Toiletten aus

Über die Geschenkbeutel haben sich die Kinder natürlich wieder riesig gefreut.

IMG 6748 600 Die Kinder freuen sich über die Geschenkbeutel unserer Gemeinde

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Auch die Arbeit der Sozialstation in St. Anna unterstützen wir regelmäßig. So konnte z.B. mit unseren Spenden eine Operation für ein Gemeindeglied finanziert werden, wozu die Familie nicht in der Lage war.

Routine nach 25 Jahren? Keineswegs. So kam es  z. B. zu einer herzlichen und konstruktiven Begegnung mit dem Weihbischof der Griechisch-Katholischen Kirche, zuständig für die Westukraine. Er bedankte sich für die jahrelange Unterstützung durch unsere Gemeinde.

IMG 6593 600 Begegnung mit dem Weihbischof der Griechisch-Katholischen Kirche

In einem Gottesdienst in der prallvollen Kirche St. Anna stellte uns Roman Schafran der Gemeinde vor. Pfr. i.R. Klaus Petschelt bedankte sich mit einem Grußwort.

IMG 6888 600 Festgottesdienst in der Griechisch - Katholischen Gemeinde St. Anna in Lviv zum 25-jährigen Jubiläum der Partnerschaft mit unserer Gemeinde

 Anschließend wurde vor der Kirche gemeinsam ein Tannenbaum gepflanzt, als „immergrünes“ Symbol der Partnerschaft.

IMG 6921 600 Baumpflanzung vor der Kirche zum 25-jährigen Jubiläum

Die Ukraine braucht weiterhin Ihre Unterstützung. Lassen Sie nicht nach in Ihrer großen Hilfsbereitschaft.
Wir bedanken uns bei allen Gebern und Helfern, vor allem auch bei den Sponsoren Mahlo-Bau GmbH,  Fenstertechnik Zimmermann, Edeka, Fa. Vollack, Wolff & Hansen, Jugendwerkstatt Neukölln und Dr. Folesky (ehemalige Hautarztpraxis). Bericht: Detlev Strauß

IMG 6941 600 Pfarrer Roman, Leiter der Gemeinde von St. Anna, und Rostislaw Romanyuk (Dolmetscher) präsentieren das Fotobuch zum Jubiläum

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Pfarrer i.R. Klaus Petschelt zum 80. Geburtstag

Unser langjähriger Pfarrer Klaus Petschelt wurde am 25.12.2020 achtzig Jahre alt. Wir wollen an dieser Stelle dieses Lebensjubiläum würdigen und ihm nachträglich herzlich gratulieren.
Viele Gemeindeglieder werden sich an seine substanzhaltigen, engagierten und oft zeitbezogenen Predigten erinnern. Die Zeitbezogenheit war besonders zu DDR-Zeiten stärkend und hilfreich, aber auch in heutiger Zeit. Die Gründung und Arbeit in einem Kaulsdorfer Friedenskreis war ihm ein starkes Anliegen.
Viele schätzten und schätzen seine Arbeit in Haus-, Gesprächs- und Seniorenkreisen, ebenso wie seine Hausbesuche, Besuche in Seniorenheimen und auch auf Rüsten. Zwischen ihm und vielen Gemeindegliedern haben sich vertrauensvolle bis freundschaftliche Beziehungen entwickelt.
Klaus Petschelt ist nicht nur ein Mann starker Worte sondern auch Taten. In seiner Amtszeit hatte er so große Projekte geleitet wie den Neubau unserer Kita mit Pfarrhaus, die Wiederherstellung der 1945 abgeschossenen Turmspitze sowie viele umfangreiche Bauarbeiten in der Kirche und an den Gemeindebaulichkeiten.
Jährliche von ihm initiierte und organisierte Hilfsfahrten nach Osteuropa waren und sind ihm eine Herzensangelegenheit. Ein treues Team unterstützt und begleitet ihn bis heute maßgeblich.
Etliche weitere Aktivitäten wären noch zu nennen. Noch bis heute übt er in seinem (Un-)Ruhestand vieles Genannte aus. Für all dieses sind wir ihm dankbar. Wir wünschen ihm weiterhin Gesundheit sowie Kraft für seine Vorhaben in der Gemeinde und im Privaten und zu allem Gottes Beistand. (Joachim Klee)

 

 

 

 

Klaus  und die Bukowina   (1991 Rumänien)

Wie ein Fels in der Brandung stand Klaus auf dem Bauernhof jenseits der Karpaten, als wir bei der Verteilung der Hilfsgüter an die Bedürftigen fast umgerannt wurden. Die Nachricht, dass es warme Kleidung für den nahenden Winter gibt, hatte sich wie ein Lauffeuer herumgesprochen. Von überall aus den Dörfern der Bukowina kamen Menschen, ärmlich gekleidet, zum Teil in Lumpen, an den Füßen oftmals nur Plastetüten. Ein Bild des Elends. Den Ansturm konnten wir nur mit Mühe in geordnete Bahnen lenken. Klaus organisierte, dirigierte, ordnete an (jeder bekommt nur zwei Oberteile und zwei Unterteile, damit jeder etwas hat). Er fand tröstende Worte für sorgenbeladene Menschen. Er wurde fuchtig, wenn sich einer heimlich bedienen wollte. Aber das wichtigste, er behielt den Überblick und er behielt die Ruhe. Das war seine große Stärke, im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ohne Klaus wären wir schon auf dieser ersten Station bei unserer Hilfsfahrt gescheitert. Letzten Endes haben alle etwas bekommen.

Klaus und der „Verlorene Sohn“   (2005 Sambir/Ukraine)

Jahrelang besuchten wir auch ein Jugendstraflager in Sambir/Ukraine mit 400 Jungen von 14 – 18 Jahren. Ich habe alles, sagte der Direktor, vom Kaufhausdieb bis zum Mörder. Sah man in die „unschuldigen“ Gesichter, wollten wir das nicht glauben. Bevor es die „Geschenke“ gab - jeder Insasse bekam persönlich eine Tüte mit Seife, Zahnhygiene, Handtuch, Strümpfe und Süßigkeiten - hielt Klaus Petschelt immer eine Ansprache auf dem Gefängnishof. Mal vom „Schächer am Kreuz“, mal vom „Verlorenen Sohn“, mal „Vom Baum, der an den Wasserbächen gepflanzt war“. Diesmal war der Verlorene Sohn dran. Der Dolmetscher hatte Mühe, alles richtig zu übersetzen. Dass die Botschaft angekommen war, zeigte der anschließende „Vorfall“. Ein Insasse kam nach vorn, bedankte sich vor allen Versammelten bei Klaus, überreichte ihm ein persönlich gemaltes Bild und sagte unter Tränen, dass er uns schon viele Jahre kenne und unseren Besuch jedes Mal ein ganz besonderes Erlebnis für ihn wäre. Da war sogar der Direktor platt, denn das war gar nicht abgesprochen. Was will man mehr? Ein Dank unter Tränen in dieser rauen unwirklichen Welt.  

Klaus  und die „Heilige Anna“    (2019  Lviv/Ukraine)

Die Griechisch-Katholische Gemeinde St. Anna im Zentrum Lvivs (Lemberg) ist unsere Partnergemeinde, geleitet vom engagierten Pfarrer Roman Schaffran. Zum 25-jährigen Jubiläum unserer Partnerschaft wurden wir zu einem ganz normalen Sonntags-Gottesdienst offiziell mit eingeladen. Gottesdienste / Messen finden mehrfach täglich(!!) in dieser Kirche statt und immer volles Haus. An den Sonntagen sind diese Gottesdienste besonders festlich und die Kirche besonders voll. Am Schluss der Messe lud Roman noch zum Verweilen ein und begrüßte die „Delegation“ aus Berlin. Kein Besucher verließ die Kirche!! Und das, obwohl die meisten Gottesdienstbesucher standen (Sitzplätze sind nur für alte gebrechliche Menschen vorhanden) und obwohl die Messen stundenlag dauern. Alle hörten aufmerksam zu, als Klaus Petschelt, sicher zum ersten Mal, in einer Griechisch-Katholischen Kirche eine Ansprach hielt. Sie wurde übersetzt und fand große Aufmerksamkeit und großen Beifall bei den Besuchern. Ein würdiger Abschluss zum 25-jährigen Jubiläum, der noch mit einer Baumpflanzung vor der Kirche gekrönt wurde.

25 Jahre Ukraine-Partnerschaft , über 30 Jahre Osteuropahilfe. Sie hätte es ohne Klaus Petschelt so nicht gegeben. Er ist nicht nur der Chef, er ist die Seele dieses Projektes.
Ein herzliches Dankeschön und alles Gute für das neue Lebensjahrzehnt.
Deine Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Osteuropahilfe   (Detlev Strauß)

 Ukraine-Partnerschaft 2019

Aus Anlass der 25-jährigen Partnerschaft zwischen unserer Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Kaulsdorf und der Griechisch-Katholischen Gemeinde St. Anna in Lviv (Lemberg, Ukraine) erwarteten wir Ende September 2019 Besuch von einer Gruppe aus der dortigen Gemeinde unter der Leitung ihres Pfarrers Roman Schafran.
Kurzfristig mussten sie leider ihren Besuch absagen und konnten nicht am großen Sommerfest am Sonntag, den 29. September, teilnehmen.

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Erst im Mai 2019 haben wir dieses Jubiläum in St. Anna in Lviv unter großer Anteilnahme der dortigen Gemeinde gebührend gefeiert. Uns verbindet eine langjährige tiefe Freundschaft. Natürlich freuen sie sich dort über unsere Spenden. Aber wir sind nicht nur die Gebenden. Wir konnten auch viel lernen  von unseren Freunden, von ihrer tiefen Frömmigkeit, von ihrer Solidarität mit den Menschen in der Ostukraine und von ihrem sozialen Engagement für die armen Familien in Lviv.
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25 Jahre Ukrainehilfe
25 Jahre Partnerschaft

Mit Dankesgrüßen und innerlich reich beschenkt sind wir wohlbehalten aus der Ukraine zurückgekehrt. Mit Ihren Spenden, liebe Gemeinde, konnten wir wieder unsere Partner in Lviv und  in Schurawno tatkräftig materiell und finanziell unterstützen. Hilfe ist nach wie vor notwendig. Vor allem die Einrichtungen und Projekte, die wir seit Jahren besuchen, sind auf Spenden dringend angewiesen.

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